Öffentliche Bauten
Wasserkraftwerk Alpbach in Kandersteg
- Fertigstellung 2009
- Neubau des Maschinenhauses mit Turbine und Generator
Das Maschinenhaus des Kraftwerks Alpbach reagiert mit seiner Form und Gestaltung auf seine sensible Lage zwischen der Naturlandschaft am Zusammenfluss von Kander und Alpbach, umringt von eindrücklichen Felswänden, aber auch auf die nahen technischen Bauten des Militärs und der Sunnbüelbahn.
Die monolithische Gestalt generiert sich aus der inneren Funktion. Sie nimmt jedoch mit der hohen, fabrikähnlichen Fassade gegen den Alpbach und der niederen gegen das Weidland die verschiedenen Massstäbe des Ortes auf.
Die Materialisierung in Mitholzer Kalkstein, dem Stein der umgebenden Felswände, lässt das Gebäude als eine Art Felsblock auf der Wiese erscheinen. Ausserdem nimmt der zeitlose Naturstein sowohl Bezug zu klassischen Kraftwerkbauten als auch zu den nahen Ingenieurbauten der Bahn, beispielsweise dem Portal des Lötschbergtunnels.
Das grosse verglaste Tor und die hohen Fensteröffnungen auf der Seite des Alpbachs geben dem Bau einen funktionalen, industriellen Charakter sowie einen zeitgemässen Ausdruck. Die grossen Verglasungen ermöglichen den Einblick auf den Kern des Kraftwerks, die Turbine. Bewusst soll das Interesse der Passanten auf die farblich nach den jeweiligen Funktionen unterschiedenen technischen Anlagen gelenkt werden.
Das einfach wirkende Gebäude erfüllt als Kraftwerkbau komplexe technische Anforderungen. Um die Schallemissionen der Turbine an die Umgebung zu minimieren, wurde die Natursteinfassade komplett von der inneren Betontragwand entkoppelt. Grosse Fundamentkonstruktionen, welche sich unter der Bodenplatte verbergen, tragen die Lasten der Druckleitung ab.
Die Leitzentrale und der Trafo befinden sich in abgetrennten Räumen. Die kombinierte Lüftungs- und Heizungsanlage, im Winter mit Wärmerückgewinnung aus dem Generator, sorgt für ein zweckmässiges Raumklima.













